Das kann doch nicht alles gewesen sein

Das kann doch nicht alles gewesen sein

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Quelle: Evangélikus Élet, Deutsche Anlage, Text: Wolfgang Salzer
Das kann doch nicht alles gewesen sein, da muß doch noch irgendwas kommen! Nein, da muß doch noch Leben ins Leben. Eben.“ So dichtete der deutsche Liedermacher Wolf Biermann schon vor vielen Jahren. Damit hat er die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Osterbotschaft aufgeworfen.

 „Auferstehung ist doch nur eine erfundene Geschichte, um zu vertrösten!“ - so denken viele in unseren christlichen Ländern und vertrauen der Auferstehung Jesu nicht mehr so recht. Damit kommt doch schon lange kein Leben mehr ins Leben. Viele von uns zweifeln und ich stehe mit leeren Antworten da und habe auch nur das Wort: „Christus ist auferstanden“, so habe ich es gehört. „Christus hat den Tod überwunden“, so habe ich es gelesen. Eben: Ostern ist kein Satz aus einem theologischen Lehrbuch. Ostern kann nicht gelehrt werden. Zu Ostern gehört eine Geschichte, die mit Jesus angefangen hat und bis heute noch nicht zu Ende ist. Ostern, das sind viele kleine, oft sehr unscheinbare Geschichten gegen den Tod und für ein gelungenes Leben. Aber das lässt sich so schwer erzählen, weil es vielen oft so wenig besonders, so wenig erwähnenswert scheint: Da geben Menschen sich nicht auf, sondern finden noch den Mut, etwas Neues zu versuchen. Sie glauben nicht an die eigene Ohnmacht, sondern an die Kraft der Schwachen. Sie schicken sich nicht in die Dinge, sondern nehmen ihr Schicksal in die Hand. Sie bestehen darauf, dass sie zu etwas gut sind und auf dieser Welt etwas bewirken können. Grosses ist da wirklich nicht zu berichten, nur eben dies, dass doch Leben ins Leben kommt. Dazu werden die Ostergeschichten erzählt: damit wir aufwachen, aufstehen, dem Leben trauen. Uns nicht herausreden mit dem so gottlosen Spruch „Da kann man halt nichts machen“. Dabei die eigene Erstarrung überwinden und begreifen: Nichts ist unabänderlich, nichts ist endgültig, nichts ist unmöglich dem, der vertraut. Wem das gelingt, der hat die Auferstehung erlebt. Gott-sei-dank werden immer noch die alten Ostergeschichten der Bibel erzählt, weil sie uns anstiften wollen, in unserem Leben fortzusetzen, was mit Jesus begonnen hat.

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