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2023. April 26. 9:39

Gergely Prőhle besucht Deutschland

Landeskurator der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn zu Besuch in Thüringen

Vom 28. April bis zum 3. Mai 2023 ist Gergely Prőhle, Landeskurator der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn und ehemaliger ungarischer Botschafter in Berlin, zu Gast in Thüringen. Gemeinsam mit seiner Ehefrau wird er Erfurt, Weimar, Meiningen und seine ehemalige Studienstadt Jena besuchen. Prőhle, der in den 80er Jahren an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena studiert hat, freut sich bereits sehr über seinen Aufenthalt in Thüringen und über die Gelegenheit, „Altbekanntes wiederzusehen und vieles Neues zu entdecken.“

Der Besuch in Thüringen erfolgt auf Einladung von Dr. Thomas A. Seidel im Namen der Stiftung. Beide hatten sich während der Feierlichkeiten zur Reformationsdekade 2017 in Budapest kennengelernt. Gergely Prőhle wird am Sonntag, den 30. April, gemeinsam mit dem Jenaer Superintendenten Sebastian Neuss in der Stadtkirche St. Michael die Predigt halten. Ein Besuch von Weimar ist für den kommenden Tag geplant. Am Dienstag, den 2. Mai folgt Gergely Prőhle der Einladung von Landesbischof Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, zu einem Austausch im Collegium Maius in Erfurt, ehe Prőhle am Abend des 2. Mai 2023, dem 516. Jubiläum der Primiz Martin Luthers (seiner ersten Messfeier) um 19:00 Uhr einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Lutherischer Glaube und Weltverantwortung in Ungarn heute“ in der Erfurter Augustinerkirche halten wird. Vor seiner Rückreise trifft Prőhle in Meiningen noch auf den Direktor der Meininger Museen Dr. Philipp Adlung.

Gergely Prőhle, Jahrgang 1965, ist seit 2006 der Landeskurator der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn. Als Direktor der Otto-von-Habsburg-Stiftung verwaltet er den Nachlass des Europapolitikers und Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn. Darüber hinaus leitet einen Kurs an der Universität für den Öffentichen Dienst, dessen Aufgabe es ist, Fachleute für die Europäische Union auszubilden. Prőhle studierte Germanistik, Hungarologie und internationale Beziehungen in Budapest, Hamburg und Jena. Im Anschluss leitete die ungarische Vertretung der Friedrich-Naumann-Stiftung und wurde 1998 zum Staatssekretär des ungarischen Kultusministeriums bestellt. Von 2000 bis 2002 war Prőhle Botschafter Ungarns in Deutschland und danach bis 2005 Botschafter in der Schweiz. Als Staatssekretär im Außenministerium war Prőhle ab 2010 für die Beziehungen zu den EU-Staaten zuständig, ehe er 2014 als Staatssekretär in das Ministerium für Gesellschaftliche Ressourcen wechselte. Das Petőfi-Literaturmuseum in Budapest leitete Prőhle als Direktor von 2017 bis 2018.

Gergely Prőhle ist Träger der Bundesverdienstkreuzes, darüber hinaus wurde er mit hochrangigen ungarischen, italienischen und polnischen staatlichen Auszeichnungen geehrt. So wurde ihm zuletzt am 14. März 2023 in Anerkennung seines jahrzehntelangen Engagements im öfentlichen Dienst der Batthyány-Lajos-Preis verliehen.

Ziele der Internationalen Martin Luther Stiftung

Die Internationale Martin Luther Stiftung will (gemäß ihrer Satzung § 2)

  • die Grundimpulse der Reformation in einen themenbezogenen und ergebnisorientierten Dialog von Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik übersetzen.
  • Personen und Gruppen unterstützen, die eigene Talente und Erfolge im Sinne reformatorischer Tradition für das Gemeinwohl einsetzen.
  • Ideen, Projekte und Initiativen fördern, die UnternehmerCourage und Kreativität, ein Wirtschaftsethos auf christlichem Wertefundament und das lutherische Berufsethos pflegen und stärken.

Um diese Ziele zu erreichen, will die Stiftung geeignete Maßnah­men sowie Kommunikationsformen nutzen und entwi­ckeln, um das Bewusstsein für die einzigartige Person, Lebenslei­stung und Theologie Martin Luthers in den mitteldeutschen Lutherländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, in ganz Deutschland und weltweit zu schärfen.

Die Internationale Martin Luther Stiftung
Erfurt, am 20.04.2023